Endlich hatten wir es geschafft: Nach monatelanger
Suche nach einem geeigneten und v.a. preiswerten Raum fragten wir Mitte
Oktober endlich die Wirtsleuten unseres Vereinheimes beim CfB Ford Niehl
nach den Konditionen, Leistungen und möglichen Terminen. Schnell war
ein Termin vereinbart, das Buffet zusammengestellt (kleine Frikadellchen;
Chicken-Wings; Kraut-, Nudel- und Geflügelsalat; Käseplatte; Brot
& Brötchen; Tomaten mit Mozarella; Pudding; Chili con carne)
und das Bier (feinstes Gaffel wie beim FC) geordert. Die meisten unserer
Mitglieder sowie einige Gäste ließen es sich nicht nehmen, an
diesem Ereignis teilzunehmen. Ein Mitglied scheute noch nicht einmal den
weiten Weg aus Barcelona zurück nach Köln, um an dieser kleinen
Trinkeinheit teilnehmen zu können. Ausreichend geschmückt war
der Raum mit zwei unserer Fahnen.
Nach dem offiziellen Beginn unserer Fete um 19.30 h (manche
waren schon um kurz nach 18.00 h vor Ort) wurde erst einmal am Buffet zugeschlagen,
nebenbei das erste Fässchen geleert und anschließend ein Verdauungs-Jägermeister
getrunken. Andere hielten nichts vom Jägermeister und versorgten sich
lieber kranzweise mit flüssiger Fertignahrung.
Kurz vor Beginn des Demontage des Teams deutscher Nationaldeppen
durch die Franzosen (0-3) hielten wir noch in der gebotenen Kürze unsere
Mitgliederversammlung ab. Dabei wurden einerseits wichtige Informationen mitgeteilt,
andererseits aber auch zwei Ehrungen vorgenommen: Die erste Ehrung wurden
unseren drei Mitgliedern zuteil, die es sich im Februar 2003 nicht hatten
ausreden lassen, zum DFB-Pokal Viertelfinale nach München zu fahren,
um die 0-8 Schlappe des FC gegen die Bayern live mitzuerleben. Respekt vor
so viel Optimismus und Wahnsinn (vor allem, wenn man so nette Mitreisende
hat, nicht wahr Norman ?!). Diese erhielten als Anerkennung ihrer Taten eine
Urkunde und ein Fässchen Reissdorf). Außerdem wurde der "big spender"
unseres Club, Chris, mit einer Urkunde und einem Ticket für das nächste
Heimspiel gegen den HSV bedacht.
Im Verlaufe des Spiels der Nationalmannschaft, welches wir simultan auf
Leinwand und im Fernseher "bewundern" konnten, leerte sich wieder mal ein
Fässchen und man fragte sich, ob sich nicht heimlich die Fußkrüppel
des FC die Adler-Trikots übergestreift hätten. Albernheiten auf
internationaler Ebene - Danke Christian Wörns & Co!
Gott sei Dank, gab es keinen Dress-Code; ansonsten hätten
diese beiden schlecht abgeschnitten. Mit der zweifelhaften Ausrede, sie müssten
noch zu einer Motto-Party ("Leben unter Brücken"), hatten sie sich in
zerfetzten und dreckigen Hosen, seltsamen Schals plus Aldi-Tüten voller
Bier zu unserer Fete gewagt. Böse Zungen behaupteten, bei Tommi wäre
kein Unterschied zur normalen Alltagskleidung erkennbar gewesen :-)))).
Zockers-Paradise lag direkt vor dem Saal: Ein Automat mit
Fuppes-Spill und ein Flipper. Für lange Zeit standen sie nicht still...
Die Spielsucht wurde permanent von trinkerischen Einlagen unterbrochen,
so dass die Wahrnehmung der meisten Anwesenden dem rechten Bild ähnelte.
Irgendwann war jedoch das letzte Fässchen leer und die verbliebenen
Milliliter Bier wurden mit Inbrunst aus dem Hahn geschlürft. Ein neues
Fässchen wurde uns mit Hinweis auf die vorgerückte Stunde (3.15
h) verwehrt, so dass wir uns langsam an die Beseitigung der "Leichen"
machen mussten. Bier und 'ne Bud' voll Qualm hält eben
nicht jeder aus - nur die Frau Palm...
Wat macht man, wenn man noch nicht nach Hause will ? Genau, wigger suffe.
Bevor wir jedoch das Niehler Brauhaus erreichten (mit 5-Liter Reissdorf als
Wegzehrung), standen uns 600 Meter Fußmarsch bevor. Zum Glück stand
für eine Person ein Fahrrad unterwegs bereit, dass den Weg vereinfachen
würde. Dieses Unternehmen wurde jedoch an der nächsten Ecke prompt
abgebrochen, da nur 100 Meter weiter zwei "Shuttle-Taxis" der berühmten
"Übernacht, aber auch gerne für länger"-Pensionen herumstanden.
Da die Fahrer dieser jedoch nicht anwesend waren, nutzten wir die Gelegenheit
zu einem etwas anderen Gruppenfoto. Zum Glück kam uns nicht der Gedanke,
eine kleine Spritztour mit den Kisten zu unternehmen...
Im Brauhaus gab es noch 2-3 Bierchen, eine Person hatte zwischendurch das
Weite gesucht und sich mit einem Taxi (einem richtigen!) abgesetzt. Der folgende
Sonntag wurde ganz den primären Lebenszwecken (schlafen, essen, dösen)
gewidmet.
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Fete Teil II
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© Text und Fotos 1, 6, 9 M.
Kielhorn
© Fotos 2-5, 7-8, 10-14 Möhre