Vendetta
on Tour International III
Heute unser Spiel des Tages:
Der absolute Hass- Gipfel aus Salvador de Bahia
vs. 
Salvador de Bahia vs. Vitoria de Bahia
Vorgeschichte: Salvador de
Bahia ist die schwarze Stadt Brasiliens ( ca. 90 % der ca. 3 Mio.
Einwohner sind schwarz oder Mulatten) was daraus resultiert, dass
Salvador früher der größte Sklavenmarkt
Südamerikas war. Hier kamen die Schiffe mit den Sklaven aus Afrika
an, bevor sie von den Eroberern (v.a. Portugiesen und Spanier) nach
ganz Südamerika verteilt wurden.
Ein weiterer Effekt
davon ist, dass Salvador die Wiege des bzw. der Capoera - dem
brasilianischen Kampfsport - sowie vieler Musik- und Tanz-Stile ist,
die wir heute als die typisch brasilianischen ansehen.
M. a. W. : Ein
Großteil der besten Capoera- Kämpfer, Musiker und
Tänzer kommt aus Salvador oder dem Bundesstaat Bahia.
Heute interessieren
sich die Leute hier - genauso wie im Rest des Landes auch - v.a.
für "futbol". Das tun sie hier allerdings so enthusiastisch, das
v.a. bei diesem Stadt- Derby auch öfter einige Tote bei den
anschließenden Ausschreitungen zu verzeichnen sind, wie beim
vorigen Derby, wo laut Berichten im TV und den Zeitungen, 10
Anhänger Ihr Leben ließen.

Das bekamen auch wir beim betreten
des Estadio OCTAVIO MANGABEIRA zu spüren, als jemand vor dem
Stadion plötzlich seine Uzi zog und in den Himmel ballerte, was
zur Folge hatte, dass sich alle ins Stadion drückten und das das,
an den doch so fortschrittlichen Drehkreuz- Eingängen postierte
Militär eine Massen- Panik derart verhindern wollte, in dem sie
einfach mit ihren Knüppeln auf alles schlugen, was sich
reinzudrängen versuchte !!! (Sollten die bei uns auch mal machen,
ist sehr lustig.)
Egal: Jot erinjekumme - die
hütt at voll (70.000 Zuschauer)
Et Spillche jet loss - de Lück sin jot drop...

... un de etste Keesch is at jemaat - all sin raderdoll un et
fähnche weet erussjeholt.
Ach ja, unsere Fremdenführerin (dat lecker Mädche,
stimmt´s Lucky ?!!)

Da gibt´s auch noch ne kleine Anekdote aus dem Stadion zu
erzählen:
Als mein Begleiter Manu und unsere Fremdenführerin Jusara in der
Halbzeit Bier holen gehen, und eine gut organisierte, aber nicht
unerhebliche (Warte-) Schlange vor der Bierbude antreffen - also
wirklich nicht so ein Gedränge, wie in unseren Stadien - nutzt
Jusara nach eigener Aussage die Tatsache aus (Zitat) : "Das mir alle
auf die Titten geglotzt haben", um die Wartezeit wesentlich zu
verkürzen, geht nach vorne und bekommt sofort das heiß
ersehnte kühle, blonde Nass. Als die beiden sich auf den
Rückweg machen, hören sie, wie der Verkäufer ruft, dass
es nur noch wenig Bier gibt und dass dieses nicht für alle
ausreichen werde. Darauf hin löst sich die vormals so gut
sittuierte Schlange in Richtung Theke auf und alle versuchen sich noch
die letzten Bierchen unter den Nagel zu reißen. Mit einer
Ausnahme: Der verdutzte, riesenfette Typ, der als Nächster dran
gewesen wäre und der ein paar Reihen vor uns saß. Als er
endlich doch noch dran ist, ist das Bier natürlich schon weg,
woraufhin er ausrastet, dem Verkäufer und seiner dummen Ansage,
dafür die Schuld gibt und die Bierbude dermaßen
zusammentrümmert, dass er nur von den Soldaten abgehalten werden
kann auch den Verkäufer gleichermaßen dem Erdboden gleich zu
machen.
Tja, so sind sie halt die (wirklich) temperamentvollen Brasilianer,
besonders in den Sonnenstädten im Nord- Osten des Landes.
Ach ja wo wir gerade über Bier sprechen: Hier einige Anregungen
für die Werbe- Fuzzis aus Deutschland. Auch wir würden uns
über solche Bierwerbung freuen, denn auch wir versuchen des
Öfteren, uns unsere Frauen so hübsch wie die Mädels auf
diesen Plakaten zu trinken!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! Immerhin sind wir die
Zielgruppe und die Plakate könnten als Kontroll- Maßstab
dienen, denn wenn Deine Freundin nach ein paar Bier noch nicht so
aussieht, weisst Du: Da geht noch was!!!
Just have a look !!!


No words - just dreams
!!!!!!!!!!!!!