DFB-Pokal 1/8 Finale: Aus im Wald
Eintracht Frankfurt vs FC
3-1 n. V. (1-1, 1-1)
1-0 Meier (2.); 1-1 Madsen (18.), 2-1 Takahara (95.); 3-1 Kyrgiakos (112.)

Dezember 2006, der FC steht in der Liga ebenfalls auf der Standspur, aber im Pokal geht noch was: Auswärtsspiel im Achtelfinale bei Eintracht Frankfurt. Treffpunkt 16.00 bei Lucky, zwei weitere Mitstreiter V. und ? treffen kurz darauf ebenfalls mit einer Flasche selbstgeschmuggelten kroatischen Rachenputzers ("Sechziger", da 60 %/vol.) ein - es kann losgehen. Die Fahrt gestaltet sich kurzweilig, wird lediglich unterbrochen von kurzen Tankstellenplünderungen kleinen Ausmaßes und einer seltsamen Kontaktanbahnung an einem Rastplatz (wohl Vor-Frankfurter Würstchen- und Zipfelzeigszene...). Irgendwann finden wir unseren Stellplatz auf einem Ackerstück, filzen gefundene Gegenstände und machen uns auf dem Weg zum Stadion. Dieser dauert 3 Minuten, 5 Minuten, 10 Minuten, 15 Minuten - ein Parkour durch den angrenzenden Wald, über Stock und Stein und v.a. Matsch, wenig Licht und hunderten Kölner Leidensgenossen. Der Sechziger wurde noch schnell geleert, es wurde warm ums Herz, die Plätze knapp unterm Stadiondach wurden eingenommen (dabei hatten wir superfrühzeitig unsere Karten bestellt...) und dann gefror uns auch schon wieder das Blut in den Adern, als die Kölner Deppentruppe nach nicht einmal 2 Minuten in Rückstand ging.

Dennoch ließ sich die Truppe nicht verunsichern, drängte auf den Ausgleich und schaffte diesen auch durch einen sehenswerten Volleyschuss von P. Madsen. Nach der Halbzeit wurde erst einmal die Wurstbude bestürmt, man schlug langsam Wurzeln, beobachtete wie die Pächterin jedem Würstchenverkäufer mittels eines billigen Schoko-Weihnachtsmannes für das vergangene Jahr dankte und war nach ca. 10 Minuten, einem netten Gespräch mit zwei Frankfurtern irgendwann in Hälfte 2 wieder zurück in der Commerzbank-Cabrio-Hässlich-Arena... Kurz vor Ende der regulären Spielzeit rettete Wessels den FC in die Verlängerung, dort wurde jedoch nach 5 Minuten wieder mal gepennt und Takahara machte dem FC mit seinem Treffer den Garaus. Rausgeflogen, keine berauschende Leistung, dennoch klatschte sich der WH-Support & einige andere Jecken nach dem Spiel dumm und dämlich. Wir traten lieber schnell den Heimwaldweg an. Dort kam es wieder Erwarten zu keinen Treffen mit der Frankfurter Konkurrenz mehr, lediglich ein Wegelagerer wollte uns für 2 EUR eine Dose Limo andrehen - nachdem die Preisfrage kurz erläutert worden war, wurde das Geschäft zum halben Preis abgeschlossen und Frankfurt dank eines nicht mit der Beschilderung der Autobahnen übereinstimmenden NAvigationsgerätes über obskure Wege wieder verlassen. Nach kurzen Minuten-Koma unseres am meisten gebeutelten Mitfahrers, einer kleinen Rast und viel Schlaf kamen wir gegen m 0.45 h endlich wieder in Köln an. Die Saison war spätestens ab diesem Zeitpunkt abzuhaken...
© Capo No.1 Text & Fotos 2006/07